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Siegfriedbrunnen
Sabine Linzmaier

Historische Grenzsteine

 

 Diese Grenzsteine befinden sich im Ortsteil Hammelbach, am Grenzverlauf zum Fürther Centwald.

 

Man sieht auf dem Bild den ältesten Grenzstein im Überwald. Er stammt aus dem Jahr 1575 und markierte einen Eckpunkt im Verlauf der Mark Heppenheim. Im Jahr 795 ließ Kaiser Karl der Große, vermutlich durch seinen Geschichtsschreiber Einhard, die Grenzen der Mark Heppenheim festlegen. Anlass war die schon 773 durchgeführte Schenkung der Mark Heppenheim durch den Kaiser an das Kloster Lorsch. Es war die erste Schenkung die das ab 764 erbaute Kloster erhielt. Nur ca. 600 Meter entfernt auf dem Gipfel des Kahlbergs, befindet sich eine in diesem Zusammenhang geschichtlich bedeutsame Stelle. Da es offentbar Streitigkeiten über den genauen Grenzverlauf gab, legte 795 die unter Leitung des Gaugrafen Warinus stehende Kommission im Auftrag Karl des Großen die Grenzen der Mark Heppenheim entgültig fest. Die Grenze befand sich der besseren Übersicht wegen auf dem „Walinehoug“ dem heutigen Kahlberg.

 

Diese Grenze zwischen Kurmainz, Kurpfalz und der Grafschaft Erbach bestand danach fast 1000 Jahre. Die ersten urkundlichen Erwähnungen der Gemeinden Birkenau, Mörlenbach, Rimbach und Fürth im Weschnitztal gehen auf dieses Ereignis zurück. So auch die Ersterwähnung von Hammelbach und Weschnitz vor über 1200 Jahren. Im Lorscher Codex, einer Grenzbeschreibung von den Besitztümern des Klosters Lorsch, wird Hammelbach als Gehöft Richgisesbura erwähnt.

 

Im Jahre 1806 wurde die damals festgelegte Grenze die Kreisgrenze zwischen dem Odenwaldkreis und dem Kreis Bergstraße.